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In dieser Ausgabe

Hallo zusammen, 


Flüchtlinge schnell und gut integrieren, um Problemen vorzubeugen
oder möglichst schäbig behandeln, um weitere Migranten abzuschrecken
- das ist wieder einmal die Frage.

Die Bundesregierung setzt ziemlich klar auf den zweiten Weg und kümmert sich dabei wenig um das Menschenrecht auf Schutz der Familie und die Genfer Konvention, die Freizügigkeit für anerkannte Flüchtlinge verlangt.
Auch die Aussetzung der Vorrangprüfung endet bald. Wenn sie nicht verlängert wird, sinken die Chancen der Menschen mit langem weil kompliziertem Asylverfahren und der Geduldeten auf Arbeitstätigkeit noch mehr. Dass es völlig kontraproduktiv ist, wenn diese Menschen den ganzen Tag herumhängen, ist vermutlich auch den Befürwortern der Vorrangprüfung klar. Aber sie denken eben nur an die Abschreckung.
Wenn das doch alles nur Getöse im beginnenden EU-Wahlkampf wäre!
Eine so schöne Initiative wie die aus Schleswig-Holstein hat da wohl wenig Aussicht auf Erfolg.

Dieses Mal habe ich einige Informationen zur politischen Diskussion zusammengestellt.
Ergänzt werden sie durch den sehr empfehlenswerten Vortrag von Frau Prof. Foroudan, ein paar Veranstaltungshinweise und ein Fundstück aus dem Internet.

Was sich bei uns selber tut, können Sie im Protokoll des letzten save me - Treffens nachlesen, das  Sie hier finden. Wenige Tage später konnten wir in unserem Jubiläumsjahr eine weitere runde Zahl feiern: Seit 2014 (Beginn der Statistik) hat save me Bonn 400 Mentorenschaften vermittelt.
Übersehen wir nicht die positiven Zeichen!

Viele Grüße
Sabine Kaldorf


Wie der Familiennachzug ausgebremst wird

Vor rund einem Jahr wurde in den Koalitionsverhandlungen der Anspruch auf Familiennachzug für subsidiär Geschützte abgeschafft. Seither wird nicht einmal das ohnehin geringe Monatskontingent von 1.000 Visa für den Familiennachzug ausgelastet. Das Antragsverfahren ist kompliziert und die beteiligten Behörden bearbeiten die Anträge derart langsam, dass statt der zugesagten 5.000 bis Ende Dezember nur 2.612 Visa ausgegeben wurden.
Mehr dazu können Sie hier bei Pro Asyl nachlesen.

Aber selbst für die anerkannten Flüchtlinge gestaltet sich der Familiennachzug als unendlich mühselige Angelegenheit. Als ein Beispiel von vielen können Sie hier den Eefahrungsbericht einer Ehrenamtlichen aus Homburg / Saar nachlesen. Im VHS Ehrenamtsportal steht der im Kapitel "Asylrecht und Behördendschungel".

Inzwischen hat sich der UNHCR zu Wort gemeldet:
„Der Familiennachzug muss allgemein flexibler werden“, sagte der deutsche UNHCR-Vertreter.
Zur vollständigen Presseerklärung geht es hier.

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Bundesratsinitiative zum "Spurwechsel"

Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat unlängst einen Antrag in den Bundesrat eingebracht (BR Drucksache 7/19), der dort am Freitag, den 15. Februar eine Mehrheit fand.

Die Gesetzesinitiative zielt darauf ab, dass Asylsuchende und geduldete Flüchtlinge im Zuge einer befristeten Gesetzesänderung einen leichteren Zugang in Beschäftigung und Berufsausbildung erreichen.

Mehr dazu hier.

Unterstützt wurde diese Initiative auch durch den NRW-Integrationsminister Dr. Stamp. Allerdings schätzte er in seiner Ansprache bei der Jubiläumsfeier der Stabsstelle Integration die Chancen dieser Initiative als gering ein.

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Bundesregierung will Wohnsitzauflage verstetigen

Die Bundesregierung will dafür sorgen, dass Flüchtlingen auch künftig der Wohnsitz in Deutschland vorgeschrieben werden kann. Die Regelung zur sogenannten Residenzpflicht, die 2016 zur Bewältigung des Flüchtlingsandrangs wieder eingeführt wurde, soll nach Plänen des Bundesregierung entfristet werden.

Dies sieht ein Gesetzentwurf vor, der am 27.02.2019 vom Kabinett beschlossen wurde. Die damals befristete Regelung würde andernfalls am 6. August auslaufen.

Einen Bericht dazu können Sie hier lesen.
Den Wortlaut der  Regierungspressekonferenz finden Sie hier.

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Postmigrantische Gesellschaft:
Ein Versprechen der pluralen Demokratie


Die Migrationsforscherin Prof. Naika Foroudan von der Humboldt-Universität hielt diesen Vortrag vor Kurzem im Rahmen der Ringvorlesung "Zukunft der Demokratie" in Bonn.

Im Mittelpunkt steht die "Ambivalenz zwischen dem Versprechen der pluralen Demokratie und der empirischen Realität". Das klingt nach sehr komplizierter Umschreibung von "leeren Versprechen" und "Alltagsrassismus", ist aber gut zu verstehen und sehr informativ - und eine sehr gute Rednerin ist Prof. Foroudan auch.

Zum Videomitschnitt geht es hier.

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"Kurz vor 12"

Alle Samstage in der Fastenzeit, immer um 11:55 Uhr
im Kapitelsaal von St. Remigius, Brüdergasse 8

Keine langen Vorträge, sondern musikalisch gerahmt und abwechslungsreich, mal mit Schauspiel, mal als Poetry Slam, mal mit einem Wortimpuls oder im Comedyformat und auch mal im Streitgespräch geht es um die Sache: um die gesellschaftlichen Debatten und Kämpfe, die für die Zukunft unseres Zusammenlebens wichtig sein werden.

Mehr dazu und Programmflyer hier.

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Und die Vögel werden singen

Freitag, 29. März ab 20:00 Uhr
Kirche Heilig Geist, Bonn-Venusberg, Kiefernweg 22

Aeham Ahmad, bekannt geworden als Pianist aus den Trümmern Syriens, gibt ein Benefizkonzert.

Zum Plakat geht es hier.

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Nelly Sachs: Kommt einer von ferne

Ein immer noch aktuelles Gedicht und ein interessantes Projekt, auf das ich dabei gestoßen bin: Die Babelmatrix.

Literatur aus den Vissegrád-Staaten soll in diverse europäische Sprachen übersetzt und dadurch zugänglich gemacht werden. Intention war vor allem, die Ungarn aus der "Isolation" ihrer Sprache zu befreien.

Schon an und für sich interessant, aber bei der Übersetzung osteuropäischer Autoren ist es offensichtlich nicht geblieben.
Schauen Sie sich also gerne um.

Zu Gedicht und Babelmatrix geht es hier.
                             
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Andere lokale Seiten zu Flüchtlingen                                        

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